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Abteilung für Neurologie nimmt Arbeit auf18.06.2024

Hannah Lohmann
Referentin Unternehmenskommunikation
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h.lohmann@evk-mettmann.de

Im Januar dieses Jahres wurde es offiziell: das Evangelische Krankenhaus Mettmann hat im Rahmen der Krankenhausplanung NRW den Versorgungsauftrag für die Neurologie erhalten. Seit dem 1. April nimmt der Abteilungsaufbau Formen an.

Neuer Chefarzt der Abteilung ist Privat-Dozent Dr. med. Bert Bosche, Facharzt für Neurologie mit den Zusatzqualifikationen „Spezielle Neurologische Intensivmedizin“ und „Rehabilitationswesen“. Ferner verfügt er darüber hinaus über mehrjährige neurochirurgische Erfahrungen. Er hat bereits an den Unikliniken in Köln, Essen und Toronto gearbeitet und leitet nun die neue Abteilung im EVK. Dr. med. Bosche weiß was es heißt eine neue Fachabteilung zu etablieren, denn, genau das hat er bereits vor sieben Jahren getan und die neurologisch-neurochirurgische Akut-Abteilung der Mediclin Klinik Reichshof aufgebaut und bis kurz vor seinem Wechsel nach Mettmann ärztlich geleitet. 

„Ich freue mich auf die Aufgabe hier in Mettmann nun eine qualitativ hochwertige neurologische Versorgungseinheit inklusive Stroke-Unit aufzubauen und mit einem gut ausgewählten Ärzteteam ein breites Leistungsspektrum anbieten zu können“, erklärt der 51-jährige Neurologe.

Er legt dabei großen Wert auf „neurologische Diversität“ und betont, dass das Fachgebiet der Neurologie vielfältige Subspezifikationen unterordnet, für die es die entsprechende Expertise in seinem Team braucht. Drei Oberärzte und ein wachsendes Team aus zunächst fünf Assistenzärzten sollen diesem Anspruch gerecht werden. Doch zunächst gilt es nun Prozesse zu etablieren, Routinen zu entwickeln und die Abteilung ins gesamte Mettmanner Krankenhaussetting einzufügen. Während ein Großteil des neurologischen Spektrums bereits bereitgestellt wird, startet die Versorgung des akuten Schlaganfalls nach gründlicher Planung – auch mit dem Rettungsdienst - am 1. Juli im EVK. 

In Zukunft wird die Abteilung Neurologie über sechs Stroke-Betten und 21 stationäre Betten verfügen, dafür wird die Einheit der Intensivstation vergrößert und ein Neubau errichtet. Versorgt werden dann neben dem Schlaganfall und Hirnblutungen, auch chronisch-entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems wie Multiples Sklerose, Bewegungsstörungen wie die Parkinson‘sche Krankheit, aber auch Erreger bedingte Funktionsstörungen, wie beispielsweise eine Meningitis oder Enzephalitis. 

„Die Neurologie hat sich zum absoluten Vorteil für die Patienten weiterentwickelt, denn heute können wir nicht nur mittels klinisch-neurologischer Untersuchungen und bildgebenden Verfahren wie MRT oder CT Diagnosen stellen, sondern auch neurologisch bedingte Funktionsstörungen gut behandeln – durch Medikationen, Interventionen und rehabilitative Maßnahmen“, so PD Dr. med. Bosche. 

Auch wenn ein Teil der auftretenden neurologischen Erkrankungen genetisch bedingt ist, so können andere Diagnosen wie Demenz oder auch das Schlaganfallrisiko durch den Lifestyle

maßgeblich beeinflusst werden. Das heißt, dass ein verantwortungsbewusster, gesunder Lebensstil mit Ausdauersport oder regelmäßiger Bewegung, aber auch einer gesunden Ernährung das Risiko an einer neurologisch-vaskulären Diagnose zu erkranken, minimieren kann.

Im EVK Mettmann arbeitet die Neurologie fortan eng mit der Geriatrie, der Inneren Medizin und der Intensivmedizin zusammen. Einen starken Kooperationspartner für neuroradiologische und neurochirurgische Interventionen hat das EVK Mettmann mit dem Städtischen Klinikum Solingen an der Seite – hier werden Patienten z.B. mit großen Gefäßverschlüssen durch eine sogenannte Thrombektomie minimal-invasiv mittels Katheterverfahren versorgt, da diese Art des Schlaganfalls erfahrungsgemäß besser mechanisch eröffnet werden kann. Ferner werden die Kollegen der Neurochirurgie dort Patienten mit raumfordernden, d.h. schwellenden Hirninfarkten zusätzlich zu unserer Therapie operativ versorgen.