Kompetenz und Nähe, die man spürt.

Vorsorge und Früherkennung

Vorsorge ist bei Darmkrebs wichtig und kann lebensrettend sein! Da Darmkrebs sehr verschiedene Krankheitszeichen auslösen kann, wird er oft nicht oder zu spät erkannt. Bei rechtzeitiger Diagnose sind die Heilungschancen jedoch gut.

Welche Vorsorgeuntersuchungen bieten Sie an?

Wir führen im Darmzentrum Mettmann alle Vorsorgeuntersuchungen zum Darmkrebs durch. Hierzu gibt es verschiedene Untersuchungsmethoden:

Darmaustastung
Dies ist meist eine der ersten Untersuchungsmethoden. Der Arzt tastet hierbei mit den unteren Darmbereich mit den Fingern ab und kann so Polypen und Tumore im Mastdarm feststellen. Höher gelegene Tumore können jedoch nicht erkannt werden.

Test auf verstecktes Blut im Stuhl
Beim Fob- oder Hämoccult-check wird ihr Stuhl auf verstecktes Blut untersucht. Viele Tumore bluten latent, so dass sich Rückstände davon  im Stuhl im Labor nachweisen lassen. Mit dem bloßen Auge sind diese Blutspuren  hingegen nicht zu erkennen. Der Fob- oder Hämoccult-check sollte bei Menschen über 50 Jahren mindestens einmal jährlich durchgeführt werden. Er kann bequem von zu Hause aus erfolgen in  Rücksprache mit Ihrem Hausarzt. Bei auch nur einmalig positivem Testergebnis muss eine Darmspiegelung lassen sich ca. 25 bis 30 Prozent der Darmkrebsfrühstadien und Darmpolypen erkennen.

Darmspiegelung
Dies ist die sicherste Methode zur Darmkrebsfrüherkennung. Tumore und Polypen im Frühstadium werden hier mit 100 prozentiger Sicherheit erkannt. Im Evangelischen Krankenhaus Mettmann führen wir jährlich rund 1700 Darmspiegelungen durch.  Mehr zur Darmspiegelung erfahren Sie hier.

Wann muss ich zur Vorsorgeuntersuchung gehen?

Spätestens ab dem 50. Lebensjahr sollte man zur Darmkrebs- Vorsorgeuntersuchung gehen. Patienten, in deren Familie schon einmal Darmkrebs in naher Verwandtschaft vorkam sogar bereist ab dem 40. Lebensjahr. Danach wird eine Wiederholung der Vorsorgeuntersuchung im Fünfjahreszeitraum angeraten.

Unabhängig von diesen allgemeinen Empfehlungen kann eine Darmkrebsvorsorgeuntersuchung bei folgenden Symptomen sinnvoll sein:

  • Blutungen aus dem After
  • Blut im Stuhl
  • plötzliche Änderung der Stuhlgewohnheiten
  • faulig-eitriger Stuhlgeruch
  • ständiger Wechsel zwischen Verstopfung und Durchfall
  • Schmerzen beim Stuhlgang
  • Unwillkürlicher Stuhlgang
  • Schmerzen im Unterbauch
  • Gewichtsabnahme, Schwäche

Zunächst sollten Sie beim Auftreten dieser Beschwerden Ihren Hausarzt aufsuchen. Er wird Sie gegebenenfalls zu einer Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung überweisen.

Ist Darmkrebs bei frühzeitiger Erkennung heilbar?

Ja! Darmkrebs ist eine der am besten zu heilenden Krebsarten überhaupt. Dies hängt damit zusammen, dass sich Darmkrebs über einen sehr langen Zeitraum von etwa zehn Jahren entwickelt. In der Regel entsteht Darmkrebs durch so genannte Darmpolypen. Dies sind – zunächst einmal – harmlose Gewächse  im Dickdarm. Diese lassen sich bei rechtzeitiger Erkennung im Zuge einer Darmspiegelung erkennen und sofort problemlos per Mini-Schlinge komplett abtragen,  ohne dass sie überhaupt erst bösartig werden. Doch auch bösartige Dickdarmtumore lassen sich im frühen Stadium noch gut behandeln. Mehr dazu erfahren Sie hier.