Kompetenz und Nähe, die man spürt.

Operative Versorgung von Knochenverletzungen

Wann ist es notwendig, einen Bruch operativ zu versorgen?

In den meisten Fällen müssen Knochenbrüche nicht operiert werden. Nur wenn es sich um einen offenen oder sehr komplizierten Bruch handelt, ist ein chirurgischer Eingriff notwendig. Komplizierte Brüche liegen zum Beispiel dann vor, wenn sich Knochenteile verschoben haben, der Knochen in mehrere Teile zersplittert ist oder Weichteile (z.B. Sehnen) verletzt sind.

Bei älteren Menschen kann eine längere Ruhigstellung eines Gliedmaßes zu gesundheitlichen Problemen führen, da sich beispielsweise Thrombosen leichter entwickeln. Deshalb kann der Arzt hier trotz eines an sich einfachen Bruches zur Operation raten. Hiernach ist in der Regel keine vollständige Ruhigstellung des betroffenen Körperteils für mehrere Wochen nötig.

Was wird bei einer Knochenbruch-Operation gemacht?

Das genaue Vorgehen hängt von der Art des Bruches und weiteren bestehenden Verletzungen ab. Ziel ist aber immer, die gebrochenen Knochenenden wieder in die richtige Stellung zueinander zu legen. Hierfür wird in Höhe des Bruches die Haut aufgeschnitten, der Knochen freigelegt und gesäubert. Anschließend werden die Knochenenden repositioniert und mit Hilfe von Schrauben, Platten oder speziellen Drähten (Kirschnerdrähte) in dieser Position fixiert. Wenn weitere Weichteilverletzungen bestehen, werden diese anschließend versorgt.
Die Schrauben, Platten und Drähte bestehen heutzutage meistens aus Titan. Allergische Reaktionen sind bislang nicht bekannt. Jedoch wird der Arzt Ihnen möglicherweise eine Entfernung des Metalls nach Verheilung des Bruches empfehlen. Dies muss individuell entschieden werden. Sofern dies der Fall ist, müsste noch einmal eine Operation zur Metallentfernung erfolgen.