Kompetenz und Nähe, die man spürt.

Konservative Versorgung von Unfallfolgen

Was bedeutet konservative Versorgung von Unfallverletzungen?

Eine konservative Versorgung von Verletzungen bedeutet, dass Unfallschäden nicht operativ behandelt werden müssen. Knochenbrüche oder Verletzungen an Sehnen und Muskeln können z.B. durch Ruhigstellung und/oder Physiotherapie geheilt werden.

Wann kommt eine konservative Versorgung von Unfallverletzungen in Frage?

Bei Knochenbrüchen:
Knochenbrüche können ganz verschiedene Formen annehmen: Es kann nur ein Teil vom Knochen rausspringen, es können offene Frakturen entstehen oder die Knochenteile können sich verschieben. Eine nicht-operative Versorgung von
Knochenbrüchen kommt nur in folgenden Fällen in Frage:

  • Der Bruch darf sich nicht verschoben haben
  • Es dürfen maximal nur sehr kleine Hautläsionen bestehen (offene Frakturen Grad I). Große offene Brüche müssen operativ behandelt werden.

Bei Sehnen:

  • In der Regel nur bei Teilrissen der Sehne möglich
  • Sehnenrisse ohne Dehiszenz (Verschiebung, Auseinanderweichen der Sehnenteile)
  • Sehnenentzündungen

Bei Muskeln:

  • Bei Muskelzerrungen
  • Bei Muskelprellungen
  • Bei Muskelfaserrissen, die nicht größer als ein Drittel des betroffenen Muskelstrangs sind

Wie kann eine konservative Therapie bei Knochen-, Sehnen- oder Muskelverletzungen aussehen?

In der Regel wird das verletzte Körperteil zunächst ruhig gestellt. Dies kann durch Anlegen einer Bandage, eines Gips oder mit Hilfe von Schienen geschehen. Bestehen Schwellungen, kann es zusätzlich notwendig sein zu kühlen. Je nach Diagnose muss das Körperteil manchmal mehrere Wochen lang ruhig gestellt werden. Danach schließt sich in der Regel eine physiotherapeutische Behandlung an, um die Muskeln wieder aufzubauen und die Beweglichkeit zurück zu erlangen.