Kompetenz und Nähe, die man spürt.

Knieendoprothetik

Wann wird ein neues Kniegelenk eingesetzt?

Die Knieendoprothese ist nach der Hüftgelenksprothese die zweithäufigste Gelenkersatzoperation mit deutschlandweit etwa 175.000 Operationen im Jahr.

Der Einsatz einer Knieendoprothese kann notwendig werden bei:

  • Arthrose (Beschädigung des Gelenkknorpels)
  • Rheumatische Arthritis (Arthritis nach einem Unfall)
  • Verletzungen des Bandapparates
  • Knieversteifung (Rekonstruktion der Beweglichkeit des Gelenks)
  • Deformation des Kniegelenks
  • Rekonstruktion einer Gelenkfunktion nach Resektion der Tumorchirurgie

Welche Operationsarten für Kniegelenkersatz bieten Sie an?

Im Evangelischen Krankenhaus Mettmann werden zwei verschiedene Operationsarten für Kniegelenkersatz angeboten:

Kniegelenkersatz mit Navigation:
Um die Prothese passgenau einsetzen zu können, muss der Knochen ein Stück abgeschliffen werden. Bei der Kniegelenksendoprothetik mittels Navigation wird während der Operation das Knie mit einer Kamera vermessen. Anschließend werden die Daten an einen Computer übertragen. Auf dem Bildschirm kann der Arzt dann erkennen, wie stark die Fehlstellung des Knies ist. Anhand dieser Daten wird exakt berechnet, wie viel Knochen abgetragen werden muss, damit die Prothese ideal sitzt. Diese Methode kann auch minimalinvasiv eingesetzt werden.

Individuell angefertigte Prothesen:
Bei individuell angepassten Prothesen wird das Knie schon vor der Operation genau vermessen. Mit Hilfe der Magnetresonanztomografie (MRT) wird die Größe des Knochens und die Schädigung des Gelenks Millimeter genau berechnet. Anschließend wird am Computer berechnet, wie der Knochen zugeschnitten werden muss, damit die Prothese ideal sitzt. Eine Spezialfirma erstellt dann anhand dieser Daten eine Schnittschablone für die OP. Während der Operation muss der Knochen dann nur noch zugeschnitten und die Prothese eingesetzt werden. Die Dauer der Operation verkürzt sich so um ca. 30 Minuten. Hierdurch wird der Patient weniger durch die Narkose belastet und kann schneller regenerieren.

Wie ist der weitere Verlauf nach der Operation?

Im Anschluss an eine Kniegelenksersatz-Operation steht eine längere Regenerationsphase. Planen Sie einen stationären Krankenhausaufenthalt von ca. zwei Wochen ein. Bereits am ersten postoperativen Tag erhalten Sie von unseren Physiotherapeuten erste krankengymnastische Übungen. Diese werden in den folgenden Tagen intensiviert, so dass ihr Gelenk immer beweglicher wird.
Nach Ihrem Krankenhausaufenthalt müssen Sie noch ca. drei Wochen in eine spezielle Reha-Klinik. Hier erhalten Sie weitere Übungen, um Ihre Gelenkbeweglichkeit zu steigern und die Muskulatur aufzubauen. Das Evangelische Krankenhaus Mettmann arbeitet dafür mit der Reha Parcs Steinhof in Erkrath zusammen.