Kompetenz und Nähe, die man spürt.

Welche weiteren Endoskopieuntersuchungen gibt es in der Gastroenterologie?

Endosonografie

Bezeichnet eine von innen (im Körper) durchgeführte Ultraschalluntersuchung. Die Endosonografie wird zur genaueren medizinischen Betrachtung von Wandschichtungen von Organen (z.B. der Darmwand), Lymphknoten und benachbarten Organstrukturen eingesetzt. Mit einem speziellen Schallkopf kann zusätzlich zum Ultraschallbild eine Punktionsnadel in die Umgebung gebracht und eine Gewebeprobe entnommen werden.

ERCP

Bezeichnet die Spiegelung von Gallengang und Bauchspeicheldrüsenverbindung. Durch den Mund wird das Endoskop vorgeschoben. Bei der Untersuchung werden die Gallengänge und die Bauchspeicheldrüsengänge konkret dargestellt. Steine können ggf. entfernt werden und im Tumorfall die Durchlässigkeit der Gänge verbessert werden. Auch bei Gelbsucht (Hepatitis) kommt dieses Verfahren zum Einsatz.

Sigmorekto- und Proktoskopie

Bezeichnet die Endoskopie der unteren Dickdarmanteile. Für die Untersuchung ist keine vollständige Darmentleerung notwendig. Der Arzt führt lediglich ein starres Proktoskop von ca. 10 bis 15 Zentimeter Länge in den After ein. Danach kann er im unteren Dickdarm Divertikel, Blutungen, Hämorrhoiden und Fisteln feststellen. Außerdem lassen sich mittels einer Proktoskopie auch Morbus Crohn und Colitis ulcerosa diagnostizieren.

Kapselendoskopie

Wird in erster Linie zur Diagnostik von Erkrankungen des Dünndarms eingesetzt. Dieser ist von außen mit Endoskopen nur schwer zu erreichen. Das Patient schluckt deshalb eine etwa 2,5 cm lange Minikamera. Die Kapsel bleibt etwa sechs bis acht Stunden im Körper und macht währenddessen jede Sekunde etwa 10 Bilder aus dem Darminneren. Diese Daten  werden von am Bauch aufgeklebten Elektroden aufgefangen und zu einem Film zusammengefügt und  ausgewertet. Die Einmalkapsel wird ausgeschieden und verworfen.  

PTC

Wird angewendet zur Diagnose und gegebenenfalls zur Therapie bei Abflussstörungen der Galle. Es ist ein bildgebendes Verfahren, mit dessen Hilfe die ableitenden Gallenwege inner- und außerhalb der Leber dargestellt werden können. Über eine Punktion von außen durch die Haut wird eine dünne Hohlnadel in das Gallenwegsystem eingebracht. Hierüber wird anschließend ein Röntgenkontrastmittel in die Gallenwege gespritzt. So kann  das  Gallenwegsystems dargestellt werden und mögliche Tumore oder Verengungen werden sichtbar. Ein vorhandener Gallenstau kann gleich beseitigt werden.

Röntgen- Breischluckuntersuchungen des Ösophagus und Magen

Durch trinken von Kontrastmittel und gleichzeitigem Röntgen wird der Schluckakt und die Magensilhouette studiert.

Kontrastmitteleinlauf

Hierbei wird vom Arzt ein Kontrastmittel vom After her in den Darm gespült. Dies geschieht über ein kleines Darmrohr. Anschließend wird der Darm mit Luft aufgeblasen und Röntgenaufnahmen gemacht. So können Dickdarmerkrankungen ohne eine Darmspiegelung (Koloskopie) festgestellt werden. Die Aussage ist allerdings viel geringer als bei der Koloskopie.