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Zysten und Myome

Was sind Zysten und Myome?

Zysten sind Hohlräume im Gewebe, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Sie können sich an allen Organen und Geweben im Körper bilden und sind in der Regel gutartig. Bei Frauen entwickeln sich oft Zysten an den Eierstöcken. Der flüssige Inhalt der Zyste ist oft mit Gewebeanteilen vermischt. Er kann aus Gewebeflüssigkeit, Blut und einem schleimigen Sekret oder Ähnlichem bestehen.

Myome sind gutartige Wucherungen der Gebärmuttermuskulatur. Myome können einzeln auftreten oder verteilt in der gesamten Gebärmutter.  Die Knoten entwickeln sich meistens zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr.

Welche Beschwerden hat man durch Zysten und Myome?

Zysten verursachen Probleme, durch den Raum, den sie ausfüllen und dann anderen Organen nehmen. Bei Eierstockzysten können Beschwerden wie beispielsweise Unterbauchschmerzen, Blasen- und Darmstörungen oder Rückenschmerzen auftauchen. Außerdem können  Schmerzen beim Geschlechtsverkehr entstehen. In schweren Fällen können Schmerzen krampfartig auftreten. Wenn eine Zyste spontan von selbst platzt, können akute Unterbauchschmerzen die Folge sein.

Myome verursachen bei einem Viertel der Patientinnen gar keine Beschwerden. Je größer die Wucherungen sind, desto größer die Gefahr, dass  Beschwerden auftreten. Welche dies sind, hängt von der Lage der Geschwulst ab.  Myome können in die Gebärmutter hinein, als auch zur Bauchseite hinwachsen. Grundsätzlich sind folgende Symptome möglich:

  • Beschwerden beim Wasserlassen und beim Stuhlgang (Verstopfung)
  • Schmerzen im Rücken oder in den Beinen
  • Druckgefühl im Unterbauch
  • Menstruationsbeschwerden und Blutungsstörungen, verstärkte Monatsblutungen, Blutungen außerhalb der Regel, Dauerblutungen
  • Starke plötzlich einsetzende Bauchschmerzen (Stieldrehung)

Wie können Zysten und Myome behandelt werden?

Zysten müssen nicht in jedem Fall behandelt werden. Oft bilden sich die Hohlräume von selbst zurück (vertrocknen) oder reißen von selbst. Je nach Lage der Zyste, ihrer Größe und abhängig vom Ausmaß der Beschwerden werden geeignete Therapiemaßnahmen gewählt. Manchmal bilden sich Zysten durch die Einnahme von Hormonpräparaten zurück. Darüber hinaus können Zysten operativ bei einer Bauchspiegelung entfernt werden.

Myome können auf unterschiedliche Art und Weise behandelt werden. Bei Wucherungen, die keine Beschwerden verursachen, kann es auch sein, dass gar keine Behandlung notwendig ist. Je nach Größe, Lage und Ihrer Familienplanung kommen unterschiedliche Therapien in Frage:

  • Operativer Eingriff:  Mittels einer Bauchspiegelung oder einer Ausschälung durch die Vagina, selten durch Bauchschnitte
  • Selten durch eine Gebärmutterentfernung
  • Hormonpräparate
  • Embolisation, hierbei wird versucht das Myom von der Blutversorgung abzuschneiden, so dass es schrumpft.

Welche Risiken gibt es bei der Behandlung von Zysten und Myomen?

Je nach Therapieform gibt es unterschiedliche Risiken. Hormone können nicht vertragen werden und unterschiedlichste Nebenwirkungen mit sich bringen, wie zum Beispiel Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen. Bei den operativen Eingriffen können folgende Komplikationen auftreten:

  • Blutungen
  • Verletzungen umliegender Organe
  • Infektionen
  • Verwachsungen