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Eileiterschwangerschaft

Was ist eine Eileiterschwangerschaft?

Die Eileiterschwangerschaft ist eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter. Normalerweise wandert die befruchtete Eizelle vom Eileiter Richtung Gebärmutter. Aus unterschiedlichsten Gründen kann diese Überleitung gestört sein, zum Beispiel durch eine Eileiterentzündung, eine Verengung oder durch Verwachsungen. Die befruchtete Eizelle nistet sich dann in die Schleimhaut des Eileiters ein und wächst dort weiter.

Warum muss eine Eileiterschwangerschaft beendet werden?

Der Embryo kann im Eileiter nicht richtig wachsen.  Es fehlen Nährstoffe und vor allem Platz für das Baby.  Für die Mutter kann das gefährlich werden: Je größer der Embryo wird, desto höher ist das Risiko, dass der Eileiter reißt. Starke Blutungen und große Schmerzen sind die Folge. Auch umliegende Blutgefäße können verletzt werden. In Einzelfällen kann dies für die Mutter lebensbedrohlich sein.

Welche Symptome sprechen für eine Eileiterschwangerschaft?

Oft beginnt eine Eileiterschwangerschaft ganz normal: Die Menstruation bleibt aus, alle Tests sind positiv. Sollten sich nach einiger Zeit jedoch folgende Symptome zeigen, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen:

  • Blutungen oder bräunlicher Ausfluss
  • Starke Unterleibsschmerzen
  • Schwindel/ Ohnmacht
  • Unwohlsein

Wann muss eine Eileiterschwangerschaft operativ beendet werden?

In manchen Fällen ist eine Operation nicht notwendig. Oft kommt es schon in einem frühen Stadium zu einer spontanen Fehlgeburt. Sollten sich aber Beschwerden wie Blutungen oder starke Unterleibsschmerzen einstellen, wird ihr Arzt Ihnen eventuell zu einer Operation raten, oder sie zunächst stationär beobachten. Dies muss individuell entschieden werden.

Sollte eine Operation von Ihrem Arzt als notwendig erachtet werden, wird in den meisten Fällen eine Bauchspiegelung durchgeführt. Dabei werden drei kleine Schnitte in der Bauchdecke gesetzt, der Eileiter geöffnet und die befruchtete Eizelle entfernt. Nach dem Eingriff verheilt der Eileiter wieder.

Welche Risiken gibt es?

Nach einer Eileiterschwangerschaft besteht für die betroffenen Frauen ein erhöhtes Risiko erneut eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter zu entwickeln. Das Risiko liegt bei etwa zehn bis 20 Prozent. Die Bauchspiegelung (Laparoskopie) an sich ist heutzutage ein sehr sicherer Eingriff. Komplikationen lassen sich jedoch nicht hundertprozentig ausschließen. Blutungen, Organ- und Gefäßverletzungen oder Wundinfektionen sind grundsätzlich möglich.