Kompetenz und Nähe, die man spürt.

Ausschabung (Abrasio)

Was ist eine Ausschabung?

Bei einer Ausschabung wird die Gebärmutterschleimhaut entfernt. Es  ist der von Frauenärzten am häufigsten durchgeführte Routineeingriff. Dabei ist die Abtragung der Gebärmutterschleimhaut grundsätzlich ein vom Körper natürlicher Vorgang: Bei jeder Regelblutung wird sie abgestoßen und anschließend wieder neu aufgebaut.

Warum wird sie durchgeführt?

Oft hat eine Ausschabung diagnostische Gründe: Das abgetragene Schleimhautgewebe kann hinterher im Labor genauer untersucht werden. So kann beispielsweise die Ursache für Blutungsstörungen gefunden werden. Außerdem können bösartige Erkrankungen im Unterleib festgestellt bzw. ausgeschlossen werden. Auffällige Zellabstriche bei der Vorsorgeuntersuchung können ebenfalls mittels einer Gebärmutterausschabung abgeklärt werden.

Nach Fehlgeburten oder Abtreibungen wird ebenfalls die Gebärmutter ausgeschabt.

Wie wird sie durchgeführt?

In der Regel wird eine Ausschabung unter einer kurzen Vollnarkose durchgeführt. Der Eingriff dauert normalerweise nur ca. 10 Minuten. Während der Vollnarkose sitzen Sie auf dem gynäkologischen Stuhl. Der Arzt führt ein Spekulum ein, der Gebärmuttermund wird mit speziellen Instrumenten festgehalten und der Gebärmutterhals erweitert. Dann wird mit einem scharfen Löffel sehr vorsichtig entlang des Gebärmutterhalses und der Gebärmutter geschabt und die Schleimhaut somit abgetragen.

Dieser Eingriff wird – sofern keine Fehlgeburt besteht – im Allgemeinen mit einer Spiegelung der Gebärmutterinnenseite (Hysteroskopie) kombiniert.

Welche Risiken gibt es?

Die Gebärmutterausschabung ist ein risikoarmer Routineeingriff. Sehr selten kann die Gebärmutter bei der Ausschabung verletzt werden oder die Patientin Thrombosen oder Infektionen nach dem Eingriff bekommen.