Kompetenz und Nähe, die man spürt.

Dammschutz/Dammschnitt

 

Beim Dammschnitt wird während der Geburt der Damm der Frau eingeschnitten, um einen schwierigen Geburtsgang zu erleichtern. Man vermeidet dadurch, dass die tiefe Beckenbodenmuskulatur überdehnt wird oder zerreißt. Der Dammschnitt gehört zu den am häufigsten durchgeführten geburtshilflichen Eingriffen.

Dennoch versuchen wir im Evangelischen Krankenhaus Mettmann Dammschnitte nach Möglichkeit zu vermeiden. Hierzu haben unsere Hebammen vielfältige Möglichkeiten. Zum einen wird der Kopf des Kindes bei der Geburt so gestützt, dass der Damm genug Zeit hat sich zu weiten. Zum anderen können beispielsweise Wärmekompressen dafür sorgen, dass sich das Gewebe entspannt und leichter dehnbar ist.

Wann wird ein Dammschnitt durchgeführt?

  • Wenn das Baby per Saugglocke oder Zange geholt wird
  • Wenn sich Komplikationen beim Baby andeuten (z.B. schwächere Herztöne) und eine schnelle Entbindung erforderlich ist
  • Oftmals bei Frühgeburten, um das Kind zu schonen

Welche Komplikationen können auftauchen?

Blutung und Blutergussbildung

Infektionen

Die Naht kann durch allgemeine Schwellung und mangelnde Durchblutung aufplatzen, so dass eine erneute Naht notwendig sein kann. 

Wie lange dauert die Heilung?

In der Regel 6 – 8 Wochen. Danach sollte die Schwellung verschwunden sein und Geschlechtsverkehr ist wieder möglich.