Kompetenz und Nähe, die man spürt.

Spinalanästhesie

Wie ist der Ablauf bei einer Spinalanästhesie?

Das Rückenmark endet beim Menschen auf Höhe des ersten bis zweiten Lendenwirbelkörpers. Bei einer Spinalanästhesie wird das Betäubungsmittel deshalb meist auf Höhe zwischen dem dritten und vierten Lendenwirbel gespritzt. Hierbei durchdringt die Nadel die harte Hirnhaut des Rückenmarks, so dass das Betäubungsmittel sich in der Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) frei ausbreiten kann und die Nervenfasern dort betäubt werden. Während der Anästhesist das Mittel mit einer sehr dünnen Kanüle spritzt, sitzen Sie oder liegen seitlich mit gekrümmten Rücken. Die Einstichstelle wird vorher örtlich betäubt. Somit ist der Einstich für Sie nahezu schmerzlos. Bereits nach etwa fünf bis zehn Minuten setzt die Betäubung ein und ihre Muskeln sind nicht mehr beweglich.

Wo kommt die Spinalanästhesie zum Einsatz?

Diese Art der Anästhesie kommt bei zahlreichen Operationen unterhalb des Nabels, z.B. bei einem Leistenbruch oder Kaiserschnitt, einer Knieoperation oder Operationen an Fuß und Fußgelenk zum Einsatz.

Welche Vorteile hat die Spinalanästhesie?

Bei dieser Form der Narkose bleibt der Patient wach und kann ggf. mit dem Operateur kommunizieren oder mitgebrachte Musik hören. Auch die Gabe eines Schlafmittels ist möglich. Die Schmerzfreiheit hält ca. 2 bis 4 Stunden an, man braucht nicht sofort ein Schmerzmittel.

Welche Nachteile hat die Spinalanästhesie?

In ca. 7% kann es für ca. 3 Tage beim Aufstehen migräneartige Kopfschmerzen geben. Wegen der langen Wirkdauer ist diese Narkoseform nicht für ambulant durchgeführte Eingriffe geeignet, aber möglich. Wie bei allen Regionalanästhesien besteht durch den Einstich das Risiko einer Nervenverletzung.

 

 

Mehr Infos unter: http://www.sichere-narkose.de/