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Einheitliche Standards in der Wundversorgung


Experten gehen in Deutschland von drei bis vier Millionen Menschen aus, die an chronischen Wunden leiden. Für die betroffenen Menschen bedeutet dies körperliche Beeinträchtigung, Einschränkung der selbstständigen Lebensführung und der Sozialkontakte. Ziel der Wundversorgung ist somit nicht nur das Abheilen der Wunde, sondern auch die Förderung der Lebensqualität der Betroffenen. Hierfür wurde im Evangelischen Krankenhaus Mettmann ein modernes Wundmanagement mit dem Ziel, eine möglichst rasche, einfach durchzuführende und für den Patienten weitestgehend schmerzfreie Therapie zu ermöglichen, eingeführt.

Neben der eigentlichen Wundversorgung gemäß aktueller Standards unter Aufsicht durch die beiden zertifizierten Wundmanager im EVK Mettmann, wird auch eine Abklärung und gegebenenfalls Behandlung ursächlicher Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus, Krampfaderleiden und Durchblutungsstörungen durchgeführt. Zudem erfolgt eine Überleitung in die ambulante Weiterbehandlung in Zusammenarbeit mit unserem Sozialdienst, den ansässigen häuslichen Pflegediensten und den Haus- und Fachärzten.

Im EVK Mettmann gibt es zwei zertifizierte Wundmanager, die das Wundmanagement verantwortlich leiten. Schwester Anna Spieser ist langjährige Pflegekraft und Stationsleitung, Oberarzt Dr. med. Wido Barnstorf begleitet das Wundmanagement aus medizinischer Sicht.

„Durch je einen zertifizierten Wundmanager aus dem Bereich der Pflege und dem ärztlichen Dienst, fließen pflegerische und medizinische Erfahrungswerte in die Wundbehandlung ein. Aus ärztlicher Sicht wird neben der Wunde selbst auch die Grunderkrankung des Patienten berücksichtigt, die auf den Heilungsverlauf oftmals erheblichen Einfluss hat“, erklärt Oberarzt Dr. med. Wido Barnstorf. „Unter der ganzheitlichen Betrachtung des Patienten kann dann die Wunde bedarfsgerecht behandelt und versorgt werden“, so der Oberarzt weiter.

Teil der eingeführten standardisierten Abläufe sind auch einheitlich bestückte Verbandswagen, eine elektronisch erfasste Wunddokumentation, Standards zur Schmerztherapie sowie eine regelmäßige Schulung der Ärzte und Pflegekräfte. Alle Abläufe und Prozesse der nun standardisierten Wundbehandlung können zudem jederzeit durch die Mitarbeiter in einem internen Informationssystem aufgerufen bzw. nachgelesen werden.