LEXIKON
 

 

A - Z Lexikon Gynäkologie

A

Abdomen:
Bauch

Ablatio:
Abnahme der Brust im Rahmen eines Mammakarzinoms

Abort:
Fehlgeburt

Habitueller Abort:
Sich wiederholende Fehlgeburt ohne klare Ursache.

Abortus imminens:
Drohende Fehlgeburt, geht oft einher mit Unterbauchschmerzen und/oder einer Blutung.

Abortus incipiens:
In Gang befindliche Fehlgeburt, geht einher mit Unterbauchschmerzen und einer starken Blutung.

Abrasio:
Ausschabung der Gebärmutterhöhle, z. B. im Rahmen eines Abort (s. dort) oder bei Blutungsstörungen.

Abruptio:
Abbrechen einer normalen Schwangerschaft.

Abstrich:
Entnahme von Zellen oder Flüssigkeit mit einem sauberen Wattetupfer, z. B. zur Krebsvorsorge vom Muttermund oder aus einer entzündeten Hautstelle (s. Abszess).

Abszess:
Entzündeter Wundbereich mit Abkapselung, z. B. an der Haut oder auch an den Eierstöcken (s. Adnexitis).

Adenokarzinom:
Bösartige Zellveränderung, z. B. der Gebärmutter oder der Eierstöcke.

Adenom:
Gutartige Zellveränderung

Adhäsion:
Verwachsung

Adipositas:
Fettleibigkeit

Adnexe:
Eierstöcke und Eileiter

Adnexektomie:
operative Entfernung von Eileiter und Eierstock.

Adnexitis:
Enzündung von Eileiter und ggf. Eierstock

AHB:
Anschlussheilbehandlung, „Kuraufenthalt“ in einer Kurklinik zur Wiederherstellung der vollständigen Arbeitsfähigkeit.

Akupressur:
Druck der Haut an speziellen Druckpunkten (s. Akupunktur).

Akupunktur:
Durchstechung der Haut mit feinen Nadeln an speziell ausgewählten Punkten  (chinesische Energietherapie). Minderung von Schmerzen, Beeinflussung definierter Funktionen bzw. Reaktionen.

Allergie:
Körperreaktion auf unterschiedliche Substanzen (Tierhaare, Pollen, Medikamente, Kontaktmittel), die auf den Körper oder die Schleimhäute einwirken. Die Reaktionen umfassen: Brennen der Augen, Niesen, Hustenreiz bis hin zu Luftnot, Herzrasen und Zuschwellen der Schleimhäute, evtl. Schockzustand.

Alopezie/Alopecia:
Haarausfall

Amenorrhoe:
Ausbleiben der normalen Periodenblutung     
a) primär: ohne, dass jemals zuvor eine Blutung stattgefunden hat
b) sekundär: Nach einer Phase von Periodenblutung bleibt die Periodenblutung plötzlich vollständig über mehrere Monate aus.

Amnion:
Anteil der Fruchtblase

Anämie:
Abfall des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) unter einen speziellen Grenzwert.

Anästhesist:
Narkosearzt

Anamnese:
Erhebung einer vollständigen Krankengeschichte mit Nachfragen nach vorhergegangenen chronischen Krankheiten bzw. Operationen.

Androgene:
Männliche Sexualhormone

Anomalien:
Veränderungen, die vom Normalen abweichen, z. B. Zellveränderungen.

Antihormone:
Spezielle Medikamente, die an den gleichen Ansatzstellen wirken wie Hormone, aber keine Botenwirkung wie Hormone besitzen, dienen zur Blockade der Hormonansatzstellen.

Antikörper:
Spezielle Botenstoffe im Blut, die sich als Reaktion auf Fremdpartikel im Blut, z. B. Bakterien, Viren, fremde Blutbestandteile, bilden. Diese können durch Blutuntersuchungen nachgewiesen werden.

Anurie:
Es wird kein bzw. ganz wenig Urin ausgeschieden.

Anus / anal:
Darmausgang bzw. den Darmausgang betreffend.

Appendizitis:
Blinddarmentzündung

Areola:
Brustwarzenhof

Aromatasehemmer:
Medikamente, die ein spezielles Enzym (siehe dort), die Aromatase, hemmen und somit die Verstoffwechselung von bestimmten Bausteinen, die zum Zellwachstum gebraucht werden, verhindern.

Arterie:
Hauptschlaggefäß, z. B. Arteria uterina, Hauptversorgungsgefäß der Gebärmutter.

Aszites:
Körpereigene Flüssigkeit, die die Bauchwand auftreiben kann, z. B. im Rahmen von Leberveränderungen oder Veränderungen an den Eierstöcken.

Atonie:
Muskeln, die sich nicht richtig zusammenziehen können, z. B. uterine Atonie = die Gebärmutter kann sich nicht hinreichend zusammenziehen.

Atresie:
Verschluss einer Öffnung, die normalerweise offen ist, z. B. Analatresie  = Verschluss des Anus durch ein Häutchen.

Ausschabung:
s. Abrasio, Entleerung der Gebärmutter mittels eines löffelartigen Instrumentes.

Austastung:
s. Palpation, Betasten von Organen mit den Fingern.

AZ:
Allgemeinzustand

B

Bakterien:
Mikroorganismen, die nur mikroskopisch erkennbar sind und krankmachende Wirkungen haben können.

Bakteriurie:
Ausscheiden von Bakterien durch den Urin.

Bartholin´sche Drüse:
Schleimbildende Drüse am Scheidenausgang.

Becken:
Besteht aus einem knöchernen Anteil, der sich aus mehreren großen Knochen zusammensetzt sowie einem größeren muskulären Anteil (s. Beckenboden, Pelvis).

Beckenboden:
Muskulärer Halteapparat und Abschluss des Rumpfes. Durch den Beckenboden treten die Harnröhre, die Scheide und der Enddarm aus, kann durch spezielle Gymnastik gezielt trainiert werden (Beckenbodengymnastik).

ß-HCG:
Hormon, das für eine Schwangerschaft typisch ist. Wird in Blut oder Urin bestimmt (s. Schwangerschaftstest).

Biopsie:
Entnahme einer Gewebeprobe

Blasenkatheter:
Dünnes Rohr, das in die Harnblase eingelegt wird zur Ableitung von Urin
a) über die Bauchdecke = suprapubischer Katheter
b) durch die Harnröhre = transurethraler Katheter
(siehe auch Dauerkatheter)

Blasenmole:
Eine sich ohne kindliche Anlage entwickelnde, bläschenförmige Schwangerschaft, kann sich auch bösartig verhalten.

Blutgruppe:
Aufteilung der Blutgruppen in spezielle Untergruppen anhand von speziellen Blutmerkmalen, z. B. Blutgruppe A, B, AB, und 0 sowie Rhesusfaktor (s. dort) positiv oder negativ.

BMI:
Body mass index
Formel zur Berechnung der Eingruppierung des Gewichtes.
Die Formel lautet:     Körpergewicht : Körpergröße in m2 (Einheit: Kg/m2)
Der wünschenswerte BMI hängt vom Alter ab.

BMI-Klassifikation (nach DGE, Ernährungsbericht 1992):

Klassifikation                Männlich                Weiblich
Untergewicht                    < 20                        < 19
Normalgewicht                20 – 25                    19 – 24
Übergewicht                    25 – 30                    24 – 30
Adipositas                        30 – 40                    30 – 40
Massive Adipositas            > 40                        > 40

Borderline-Tumor:
Körpereigenes Gewebe, das sich auf der Grenze zwischen gutartigem Verhalten und bösartigem Verhalten bewegt, d. h. eine klare Zuweisung des Verhaltens ist nicht eindeutig möglich.

C

Candida:
lat.: candidus=glänzend, weiß. Hefepilz /= Soor

Carcinoma in situ:
Oberflächenkarzinom. Es hat die Grenzfläche (sog. Basalmembran) zwischen oberflächlichen Zellen und dem darunterliegendem Bindegewebe noch nicht durchbrochen.

Carcinom:
Karzinom. Vom Epithel ausgehender bösartiger Tumor.

CEA:
Carcinoembryonales Antigen. Empfindlicher, jedoch unspezifischer im Blut nachweisbarer Tumormarker (s. dort).

Cervix uteri:
Gebärmutterhals

Chemotherapeutika / Zytostatika:
Sammelbegriff für Substanzen, die eine schädigende Wirkung auf Mikroorganismen  und / oder Tumorzellen haben.

Chemotherapie (bei bösartigen Tumoren):
Gabe von Chemotherapeutika als Infusion. Man unterscheidet eine neoadjuvante Chemotherapie (= Reduktion der Tumormasse vor einer Operation) von einer adjuvanten Chemotherapie (im Anschluss an eine Operation oder Strahlentherapie).

Chlamydien:
Innerhalb von Körperzellen wachsende Bakterien.

Choriongonadotropin, humanes:
= HCG. Es ist ein während der Schwangerschaft im Mutterkuchen gebildetes Hormon.

Chromopertubation:
Überprüfung der Durchgängigkeit der Eileiter über eine Bauchspiegelung mittels einer Farbstofflösung.

CIN:
Abkürzung für cervicale intraepitheliale Neoplasie. Sie beschreibt das Ausmaß einer Fehlentwicklung des Gewebes am Gebärmutterhals.

Coitus interruptus:
Sehr unsichere Art der Schwangerschaftsverhütung, bei der der Penis beim Geschlechtsverkehr kurz vor der Ejakulation aus der Scheide gezogen wird.

Condylomata acuminata:
Feigwarzen. Es sind blumenkohl- und hahnenkammartige Warzen, verursacht durch eine Infektion mit Viren.

Condylomata lata:
Hochinfektiöse, nässende, breitbasig aufsitzende Knoten, die im zweiten Stadium der Syphilis/Lues auftreten.

Condylomata plana:
Sonderform der Condylomata acuminata in der Scheide.

Corpus luteum:
Gelbkörper im Eierstock. Er bildet wenig Östrogen und hauptsächlich Progesteron.

Corpus uteri:
Gebärmutterkörper

Craurosis vulvae:
Juckreiz im Genitalbereich, kann zur Schrumpfung des Gewebes im Genitalbereich führen.

Curettage = Abrasio (s.o.), Ausschabung

Cystitis:
Entzündung der Harnblase

Cyste:
= siehe Zyste

D

Damm:
Perineum. Die Gegend zwischen After und Scheide.

Dauerkatheter:
Gummi- oder Kunststoffschlauch, um Urin aus der Blase abzuleiten. Er dient der Entlastung der Blase bei und nach einer Operation im Unterbauch. Er wird auch bei Blasenentleerungsstörungen gelegt.

Decidua:
Gebärmutterschleimhaut  in der Schwangerschaft.

Dermoid:
= Dermoidzyste. Gutartige Ovarialgeschwulst, die verschiedene Gewebearten enthält, z. B. Haare, Haut, Zähne, Muskel und Nervengewebe. Treten meistens in der reproduktiven Phase auf. Selten bei Kindern.

Diabetes (mellitus):
Stoffwechselerkrankung (Zuckerkrankheit). Ursache ist entweder ein Insulinmangel, eine Insulinempfindlichkeit oder beides. Hauptsymptom: Erhöhte Blutzuckerkonzentration und Ausscheidung von Zucker im Urin.

Diaphragma: Diaphragma pelvis:
= Zwischenwand. Anatomischer Fachbegriff für den Beckenboden, welcher aus Muskeln und Bindegeweben besteht.
Auch Verhütungsmethode mit einer Kunststoffmembran in der Scheide.

Dignität:
Eigenschaft von neoplastischen Tumoren. Tumore können benigne (gutartig) oder maligne (bösartig) sein.

Döderlein-Bakterien:
Bakterien, die normalerweise die Scheide der Frau im gebährfähigen Alter besiedeln. Sie sind nach dem deutschen Frauenarzt Albert Döderlein benannt. Die Bakterien ernähren sich vom Scheidensekret (bleiben dabei aber völlig harmlos) und produzieren Milchsäure. Durch die Besiedlung werden die Geschlechtsorgane vor anderen Keimen geschützt.

Douglas-Raum:
Der zwischen Gebärmutter und Rektum (Enddarm) gelegene tiefste Punkt der Bauchhöhle.

Drainage:
So nennt man einen „Wundschlauch“. Dieser wird zur Kontrolle von Blutungen oder zu Ableitung von Körperflüssigkeit in den zu operierten Bereich in Narkose eingelegt.

Dranginkontinenz / Urge-Inkontinenz:
Unwillkürlicher Harnabgang bei gleichzeitig starkem Harndrang. Als Ursache kommt eine Überaktivität oder eine Sensibilität des Blasenmuskels in Frage.

Durchbruchblutung:
Blutung aus der hoch aufgebauten Gebärmutterschleimhaut als Folge eines relativen Östrogenmangels.

Dysfunktion:
Funktionsstörung

Dysmenorrhoe:
Sehr starke Schmerzen im Unterbauch während der Regelblutung.

Dyspareunie:
Sexuelle Funktionsstörung, die sich durch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr äußert.

Dysplasie:
Fehlbildung oder Fehlentwicklung eines Gewebes oder Organs

Dystrophie:
Degenerative Besonderheiten, bei denen es durch Entwicklungsstörungen einzelner Gewebe, Zellen, Körperteile, Organe oder auch des gesamten Organismus zu entsprechenden Degenerationen (Entartungen) kommt.

Dysurie:
Erschwerte und/oder schmerzhafte Blasenentleerung


E

Eierstock: Ovar, weibliche Keimdrüse

Eileiter:
Die Eileiter dienen dem Transport der (befruchteten) Eizelle in die Gebärmutter.

Eileiterentzündung:
Salpingitis. Eine Entzündung der Eileiter durch Bakterien (s. auch Adnexitis).

Eisenmangelanämie:
Es ist eine Verminderung des roten Blutfarbstoffes in den roten Blutkörperchen (s. auch Anämie).

Eisprung:
Ovulation. Bei einer geschlechtsreifen Frau mit einem 28-tägigen Zyklus findet der Eisprung etwa am 15. Tag nach Einsetzen der Periodenblutung statt.

Eizelle:
Weibliche Keimzelle.

Ejakulation:
Samenerguss beim Orgasmus des Mannes.

Ektopie (Portio):
Bis auf die Oberfläche hervorgewachsene Schleimhaut des Gebärmutterhalskanals.

Elektrokoagulation:
Während einer Operation verwendetes Verfahren, um kleine Blutgefäße mittels elektrisch erzeugter Wärme zu verschmelzen und eine Blutstillung zu erreichen.

Elongatio:
Verlängerung

Embolie:
Akute Verlegung eines Blutgefäßes.

Embryo:
Als Embryo wird die Frucht in der Gebärmutter in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen bezeichnet.

Emesis:
= Vomitus = Erbrechen

Endometriose:
Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle (z.B. im Eileiter, im Eierstock, im Bauchfell).

Endometritis:
Entzündung der Gebärmutterschleimhaut.

Endometrium:
Gebärmutterschleimhaut

Endometriumhyperplasie:
Übermäßiger Aufbau der Gebärmutterschleimhaut

Endometriumkarzinom:
= Korpuskarzinom = Gebärmutterkrebs

Entdifferenzierung:
Umwandlung normal diffenzierter Zellen in atypische Zellen

Epithel:
Geschlossener ein- oder mehrschichtiger Zellverband, der innere oder äußere Körperoberflächen bedeckt.

Erythrozyten:
Rote Blutkörperchen

EU:
Extrauterin-Gravidität / Schwangerschaft, die außerhalb der Gebärmutter liegt, z.B. im Eileiter, Eierstock oder im Bauchfell.

Excision:
Ausschneiden von Gewebe

Exstirpation:
Entfernung eines Organs oder Organteils.

F
Faszie:
Kollagenbindegewebige Hülle der Skelettmuskeln

Fehlgeburt:
Schwangerschaftsanlage ohne Lebensmerkmal (Herzaktionen)  und mit einem Gewicht  unter 500 g

Feigwarzen:
Abart der vulgären Warze in der After-/Geschlechtsgegend und in feuchten Körperfalten, hervorgerufen durch ein Virus der Papillomagruppe

Fertilität:
Fruchtbarkeit

Fetus:
Schwangerschaftsfrucht ab 13. Schwangerschaftswoche.

Fibroadenom:
Gutartige Geschwulst aus Bindegewebe und eingeschlossenem Drüsengewebe

Fibrom:
Gutartige, meist rundliche Geschwulst aus faser- oder zellreichem Gewebe

Filiae:
Tochtergeschwülste

Fimbria/Fimbrien:
Fransenartiges Gewebe

Fimbriae tubae:
Fransen des Eileiters, die dessen bauchhöhlenseitige Öffnung umgeben

Fistel:
Abnormer, röhrenförmiger Gang, der von einem Hohlorgan oder einem evtl. krankhaft bedingten Hohlraum ausgeht

Fluktuation:
Tastbare, wellenförmige Flüssigkeitsbewegung in einer Körperhöhle oder in einem Abszess

Fluor:
Ausfluss

Follikel:
Epithelausgekleidete Bläschen

Follikelreifung:
Die erste Zyklushälfte ist durch die Wirkung des heranreifenden Follikels im Eierstock charakterisiert.

Follikelpersistenz:
Das Verharren eines tertiären Eifollikels im bläschenförmigen Zustand unter Ausbleiben des Follikelsprungs (Eisprungs).

Follikulitis:
Haarbalgentzündung

Fornix:
Gewölbe

Fornix vaginae:
Scheidengewölbe = Der die Portio der Gebärmutter überragende und sie umfassende Teil der Scheide

Fossa:
Grube

FSH:
Follikel stimmulierendes Hormon

Fundus:
Boden eines Hohlorgans

Fundus uteri:
Der obere, durch Tastuntersuchung zu bestimmende Teil der Gebärmutter

Furunkel (Furunculus):
Eiterbeule, tiefgehende Entzündung des Haarbalges mit zentraler Einschmelzung

G
 
Galaktographie:
Mammographie mit retrograder Kontrastmittelfüllung des Milchgangsystems

Galaktorrhoe:
Milchfluss

Gynäkologie:
Frauenheilkunde

Gardnerella: (= Haemophilus)
Gramlabiles, unbewegliches Stäbchenbakterium

Gynäkomastie:
Abnorme Größenzunahme der männlichen Brust

Gartner-Gang:
Urnierenrest

Gelbkörper:
Auch Corpus luteum. Durch das vom Gelbkörper produzierte Progesteron wird die zweite Zyklushälfte nach dem Eisprung bestimmt

Genetik:
Vererbungslehre

Genitale:
Geschlechtsorgane, im engeren Sinne die äußeren.

Geschlechtskrankheiten:
Ansteckende Krankheiten, die überwiegend durch Geschlechtsverkehr übertragen werden, z. B. Syphilis, Tripper.

Gestagene:
Steroidhormone, z. B. bedeutsam für die Vorbereitung und Erhaltung einer Schwangerschaft

GnRH:
= Gonadotropin-Releasing-Hormon. Bewirkt die Herstellung, Speicherung und Freisetzung von FSH und LH aus der Hirnanhangsdrüse.

Gonaden:
Ausgebildete Geschlechtsdrüsen

Gonadotropine:
Nicht geschlechtsspezifische Hormone, die in den Zellen der Hirnanhangsdrüse gebildet werden und das Wachstum der Keimdrüsen fördern und hormonelle Funktionene anregen.

Gonokokken:
Erreger der Gonorrhoe

Gonorrhoe:
Auch Tripper genannt. Durch Geschlechtsverkehr übertragene Schleimhautinfektion.

Granulosa-Zellen:
Epithelzellen des Graaf-Follikels, die den Eihügel bilden und die Follikelhöhle auskleiden

Gynäkologie:
Frauenheilkunde


H

Hämagglutinin-Hemmtest(HHT):
Labortest zum Nachweis von Antikörper oder Antigenen im Blut.

Hämatom:               
Bluterguß. Entsteht durch Austritt von Blut in das Unterhautgewebe,  Muskel, Gelenke oder Hohlräume.

Hämatokolpos               
Ansammlung von Blut in der Scheide (z.B. vollständigem Verschluß der Scheide durch das Jungfernhäutchen).

Hämatometra:               
Ansammlung von Menstruationsblut in der
Gebärmutter.


Hämatosalpinx:           
Ansammlung von Blut im Eileiter

Hämaturie:               
Anwesenheit von Blut im Urin, z.B. bei Entzündungen der Harnblase, Nierensteinen und Tumoren.

Hämoglobin:               
= Roter Blutfarbstoff

Harninkontinenz:           
Urininkontinenz. Unfähigkeit den Urin zu halten, bzw. die Ausscheidung zu kontrollieren (wird in drei Schweregrade eingeteilt).

Harnleiter:
Siehe Ureter

HCG:                   
= Abkürzung für Humanes Choriongonadotropin. Hormon, das von der Plazenta gebildet wird und dessen Nachweis im Blut und Urin als Schwangerschaftstest dient.

Herpes genitalis / simplex:
Virusinfektion
   
HIV:                   
= Abkürzung für human immunodeficiency virus = Erreger der HIV-Infektion / AIDS-Erkrankung.

Hormone:
Botenstoffe, die in das Blut abgegeben werden.


Hormonrezeptor:           
Struktur an der Zelloberfläche, an die sich Hormone anheften und dadurch ihre spezifische Wirkung auslösen.

Hormonspirale:           
= IUS (intrauterines System). In die Gebärmutter eingeführte Spirale, die über die Freisetzung von Hormonen empfängnisverhütend wirkt.

HPV:                   
Abkürzung für humane Papillomviren (Warzenviren). Erreger verschiedener Hautveränderungen, z.B. von Hautwarzen und Condylomen im Bereich der Anal- und Genitalschleimhaut.

Hymen=
Jungfernhäutchen (s.dort)

Hypermenorrhoe:
Zu starke Menstruationsblutung

Hyperplasie:   
Gewebsvermehrung durch Zunahme der Zellzahl

Hypomenorrhoe:
Zu schwache Blutung

Hypertrophie:               
Gewebsvermehrung durch Zunahme der Zellgröße

Hypoplasie:               
Unterentwicklung eines Gewebes oder Organs trotz vollständig vorhandener Organanlage.

Hypotrophie:               
Unterernährung (z.B. fetale Hypotrophie. Mangelentwicklung des Kindes in der Gebärmutter).

Hysterektomie:
Operative Entfernung der Gebärmutter (vaginal= von der Scheide aus; abdominal =  über  Bauchschnitt ).

Hysterosalpingographie (HSG):   
Röntgenologische Darstellung der Gebärmutterhöhle und der Eileiter mit Röntgenkontrastmittel zur Überprüfung der Eileiterdurchgängigkeit und Nachweis von Fehlbildungen und Tumoren (heute weitgehend ersetzt durch die Kombination von Bauchspiegelung und Durchspülung der Eileiter mit Farblösung.)

Hysteroskopie:           
Spiegelung der Gebärmutter, zur Diagnostik oder operativ zur Entfernung von z.B. Polypen oder Myomen.

Hypophyse:
Hirnanhangdrüse, d.ie diverse Hormone (FSH, LH, TSH, ACTH, STH, Prolactin, Oxytocin, Vasopressin) bildet.
Hypertrichose:
Vermehrte Behaarung

I

Ileus:                   
Darmverschluß, lebensbedrohliche Blockierung der Darmpassage. Man unterscheidet 1. mechanischer Ileus: durch Verlegung des Darmlumens durch Tumor, Fremdkörper, Gallensteine. 2. funktioneller Ileus: Darmlähmung, z.B. durch Entzündungen, Stoffwechselstörungen, Vergiftungen.

i.m.:                   
intramuskulär = in den Muskel (z.B. bei Spritzen),

Implantation:               
1. Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut (= Nidation). 2. Einpflanzung von natürlichem, (z.B. Knochen) oder künstlichem (z.B. Kunststoffe, Metall) Material in den Körper als Ersatz oder Verstärkung (z.B. Gelenk, Herzklappen oder Gefäßprothesen, Herzschrittmacher, Augenlinse, Zahnimplantate.

Inkontinenz:               
Unfreiwilliger Abgang von Harn (Harninkontinenz) oder Stuhl (Stuhlinkontinenz). Ursachen:  1. z.B. altersbedingt durch Erschlaffung der Blasen und Darmschließmuskel oder durch Senkung von Blase oder Gebärmutter. 2. Hirn- und Rückenmarkserkrankung. 3. als Folge von Operation oder Bestrahlung, Infektionen, psychische Störungen.

Indikation:           
Grund oder Umstand,
 ein bestimmtes Verfahren zur Diagnostik oder Therapie anzuwenden.

Infektion:             
Eindringen von Krankheitserregern in den Körper, wo sie eine Infektionskrankheit auslösen.

Infertilität (Unfruchtbarkeit):
Unvermögen der Frau, eine Schwangerschaft bis zur Geburt eines lebensfähigen Kindes auszutragen (im Gegensatz zur Sterilität, bei der es gar nicht zur Schwangerschaft kommt).

Infiltration:               
1. Eindringen von Flüssigkeiten oder Zellen ins Gewebe (z.B. durch Entzündung, Bluterguß ect.). 2. Einbringen von Substanzen ins Gewebe durch Injektion, z.B. bei Lokalanästhesie.

Insuffizienz:               
Ungenügende Leistung eines Organes (z.B. Herz, Nieren, Eierstock)

Insufflation:                 
Einblasen von Gas, z.B. in die Bauchhöhle bei der Bauchspiegelung zur Entfaltung des Bauchraumes.


Interruptio:               
Schwangerschaftsabbruch

Intrauterinpessar (IUP):       
Spirale. Zur Empfängnisverhütung in die Gebärmutter eingebrachtes T-förmiges Gebilde aus Kunststoff und Kupfer, das die Einnistung der befruchteten Eizelle verhindert und die Beweglichkeit der Samenzellen vermindert.       

Introitus:               
Scheideneingang

In vitro:                 
Im Reagenzglas, d.h. nicht im lebenden Organismus, sondern im Labor.                .

In vivo:                     
Im oder am lebenden Organismus.

IUS:
Intrauterines System = Hormonspirale zur Empfängnisverhütung und / oder Reduzierung stärkerer Menstruationsblutungen.                 


IVF:                     
In vitro-Fertilisation. Befruchtung der Eizelle mit dem Samen im Reagenzglas und anschließende Einpflanzung in den Gebärmutterhöhle.

J

Jungfernhäutchen:           
Hymen. Ringförmige Schleimhautfalte, die den Scheideneingang teilweise verschließt. Beim ersten Geschlechtsverkehr reißt dieses Häutchen ein.

Jungfrau :
Virgo

K

Kanzerogen:
= Karzinogen. Substanzen oder Faktoren, die beim Menschen oder im Tierversuch die Häufigkeit des Auftretens bösartiger Tumore erhöhen.

Karzinom:
Bösartiger, vom Epithel ausgehender Tumor.

Kastration:
Operative Entfernung der Keimdrüsen (Hoden bzw. Eierstöcke) oder deren Ausschaltung durch Bestrahlung oder Medikamente

Katheter:
Schlauchsystem aus Gummi oder Kunststoff, über welches Flüssigkeiten dem Körper zugeführt werden oder aus dem Körper abgeleitet werden (s. Blasen-, Dauer-, Venenkatheter)

Karnofsky-Index:
Index zur Beurteilung der Aktivität von Patienten unter Berücksichtigung körperlicher und sozialer Faktoren.

Klimakterium:
Wechseljahre der Frau

Klitoris:
Kitzler

Knaus-Ogino-Methode:
Methode der natürlichen Empfängnisverhütung

Kohabitation:
Beischlaf

Koitus:
Kohabitation

Kollum:
Hals (s. Gebärmutterhals)

Koloskopie:
Dickdarmspiegelung

Kolpitis:
= Vaginitis. Entzündung der Scheide.

Kolpokleisis:
Operativer Verschluss der Vagina, z. B. bei Scheidenvorfall und allgemeiner Inoperabilität.

Kolpopoese:
Operative Bildung einer Vagina bei Fehlbildungen im Rahmen einer Geschlechtsumwandlung oder Verlust einer funktionsfähigen Scheide nach Bestrahlung oder Verletzungen.

Kolporrhapie:
Einschneiden der vorderen bzw. hinteren Scheidenwand und deren Raffung mit Wiederaufbau des Beckenbodens bei Scheidensenkung.

Kolposkopie:
Lupenbetrachtung der Scheide und des Muttermundes

Kolposuspension:
Operationsverfahren mit Anhebung der Scheide zur Therapie der Stressinkontinenz

Kondom:
Präservativ. Aus dünnem Latex bestehende Hülle, die vor dem Geschlechtsverkehr über den erigierten Penis gestreift wird.

Kondylome:
S. Condylomata

Konisation:
Operative Entnahme einer kegelförmigen Gewebeprobe aus dem Gebärmutterhals zur histologischen Untersuchung.

Kontaktblutungen:
Auftretende Blutung aus der Scheide bei / nach Untersuchung oder bei / nach Geschlechtsverkehr

Kontinenz:
Fähigkeit, den Inhalt eines Hohlorgans (Harnblase, Darm) durch willkürliche Kontrolle zurückzuhalten.

Kontraindikation:
Umstand, der die Anwendung eines diagnostischen oder therapeutischen Verfahrens oder Medikamentes verbietet oder nur nach strenger Abwägung der Risiken zulässt.

Kontrazeption:
Empfängnisverhütung zur Familienplanung

Kontrazeptiva:
Empfängnisverhütende Mittel

Konzeption:
Empfängnis

Konzeptionsoptimum:
Günstigster Zeitraum für die Befruchtung der Eizelle der Frau, der um den Eisprung herum liegt.

Korpus:
Körper

Korpuskarzinom:
Gebärmutterkrebs


Kraurosis:
s. Craurosis vulvae

Kürettage:
s. Ausschabung der Gebärmutter

Kystadenom / Kystom:
Von Drüsengewebe ausgehender Tumor mit fortschreitender Erweiterung der Drüsengänge durch Sekretstau

L

Labia maiora:
Große Schamlippen

Labia minora:
Kleine Schamlippen

Laparoskopie:
Bauchspiegelung

Laparotomie:
Operative Eröffnung der Bauchhöhle

Lavage:
Spülung

LAVH:
= Laparoskopisch assistierte vaginale Hysterektomie. Dies ist eine Gebärmutterentfernung durch die Scheide, bei der zuvor durch eine Bauchspiegelung Verwachsungen gelöst werden können und bereits einige Schritte der Gebärmutterentfernung unter Sicht bei der Bauchspiegelung durchgeführt werden.

Leiomyom:
Gutartige Muskelgeschwulst

Leukoplakie:
Weiße, nicht abwischbare Schleimhautveränderung

Leukozyten:
Weiße Blutkörperchen

Levator:
Heber. Der Begriff kommt in Bezeichnungen bestimmter Muskeln vor, wie z. B. Musculus levator ani.

LH:
Luteinisierendes Hormon

Lichen sclerosus et atrophicus:
Atrophie der Haut des äußeren Genitales (s. Craurosis vulvae)

Ligamentum:
Band

Lipom:
Gutartige Fettgewebsgeschwulst

Lost IUP:
IUP = Interuterinpessar = Spirale. Im Falle eines Lost IUP kann die Spirale entweder nicht mehr aufgefunden werden oder nicht mehr durch Zug am Rückholfaden entfernt werden, sodass die Spirale während einer Narkose mit Instrumenten entfernt werden muss.

Lues:
Syphilis. Durch den Erreger Treponema pallidum ausgelöste, sexuell und über Schmierinfektion übertragbare Krankheit.

Lungenembolie:
Verschluss eines arteriellen Lungengefäßes durch Einschwemmung eines Blutgerinnsels, meistens aus den Beinvenen im Rahmen einer Thrombose.

Lutealphase:
Corpus-luteum-Phase des weiblichen Zyklus. Hormonelle Gestagenphase mit Umwandlung der Gebärmutterschleimhaut in das Sekretionsstadium.

Lymphe:  Gewebswasser
Hellgelbe Flüssigkeit, die durch Austritt von Blutplasma aus Blutkapillaren in das Gewebe entsteht.

Lymphdrainage:
Es ist eine Streichmassage zur Beseitigung von Lymphstauungen.

Lymphknoten:
Sind in die Strombahnen der Lymphgefäße eingeschaltet, etwa linsengroße Knötchen.

Lymphozyten:
Von Stammzellen im Knochenmark abstammende weiße Blutkörperchen.

Lymphödem:
Durch Behinderung des Lymphabflusses verursachte Flüssigkeitsansammlung im Gewebe im blasser teigiger Schwellung der entsprechenden Körperregion.

Lymphonodektomie:
Operative Entfernung von Lymphknoten.

M

Malignität:
Bösartigkeit

Malignom:
Bösartige Geschwulst

Mamille:
Brustwarze

Mamma:
Brustdrüse

Mammographie:
Röntgendarstellung der weiblichen Brust

Mammasonographie:
Ultraschall der Brust

Mastektomie:
Operative Entfernung der weiblichen Brustdrüse

Mastitis:
Brustdrüsen-Entzündung

Mastopathie:
Umbaureaktion der weiblichen Brust

MRT / =MRI:
Magnet-Resonanz-Tomographie / Kernspin

Menarche:
Zeitpunkt des Auftretens der ersten Monatsblutung

Menopause:
Zeitpunkt der letzten Monatsblutung infolge Nachlassens der Eierstockfunktion

Menorrhagie:
Verlängerte Periodenblutung (> 6 Tage)

Menses:
Periodenblutung

Menstruation:
Monatsblutung / Periode

Mesenchym:
Bindegewebe

Metastase:
Tochtergeschwulst / Absiedlung eines Tumors

Metrorrhagie:
Zusatzblutungen

Mikro:
Wortteil, bedeutet „klein“

Miktio(n):
Natürliche Harnentleerung aus der Harnblase

Missed abortion:
Verhaltener Abort

Mittelschmerz:
Schmerzen, die beim Eisprung empfunden werden.

Morbus:
lat.: Krankheit

Morbidität:
Erkrankungsrate, in einem bestimmten Zeitraum registrierte Zahl der Krankheitsfälle bezogen auf die Bevölkerung

Mortalität:
Sterblichkeit

Multi:
Wortteil, bedeutet „viel“

Myom:
Gutartiger Muskelknoten in der Gebärmutter

Myometritis:
Entzündung der Muskulatur der Gebärmutter

N

Naevus:
Im engeren Sinne jede auf embryonaler Entwicklungsstörung beruhende scharf umschriebene, flächenhafte oder tumorförmige Haut- oder Schleimhautfehlbildung

Nekrose:
Lokal abgestorbenes Gewebe als Folge einer örtlichen Stoffwechselstörung, z. B. infolge von Sauerstoffmangel.

Neoplasie:
Neubildung von Körpergewebe.

Nulligravida:
Frau, die noch nicht schwanger war.

Nullipara:
Frau, die noch kein Kind zur Welt gebracht hat.

Nykturie:
Nächtliches Wasserlassen infolge verstärkter Harnproduktio

O

Ödem:
Schmerzlose, nicht gerötete Schwellung infolge einer Ansammlung mäßiger seröser Flüssigkeit in den Gewebespalten.

Oligomenorrhoe:
Zu seltene Regelblutung. Der Zyklus dauert länger als 31 Tage. Die Regel kommt nicht alle vier Wochen, sondern in weitaus größeren Abständen, z. B. alle 5 oder 6 Wochen oder noch seltener.

Onkologie:
Teilgebiet der Medizin, welches sich mit der Entstehung und der Behandlung von Tumoren und tumorbedingten Krankheiten beschäftigt.

Os / Ossa:
der Knochen / die Knochen

Osteoporose:
Erkrankung des Skelettsystems mit Verlust bzw. Verminderung von Knochensubstanz und Knochenstruktur

Ovar:
Eierstock

Ovulation:
Eisprung, der bei geschlechtsreifen Frauen mit einem 28-tägigen Menstruationszyklus etwa am 15. Tag nach Einsetzen der Menstruation (Regelblutung) erfolgt.

Ovula Nabothi:
Kleine gelblich-weißliche Retentionszysten in der Portio des Gebärmutterhalses. Diese entstehen durch Blockierung von Schleimdrüsenausführungsgängen der Gebärmutterschleimhaut.

OH:
Ovulationshemmer (weitgehend synonym: orale Kontrazeptiva, Pille). Medikament zur Empfängnisverhütung, welches die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Gestagen in kombinierter Form enthält oder nur ein Gestagen enthält.

Östrogene:
Wichtigste weibliche Geschlechtshormone, werden hauptsächlich in den Eierstöcken, in Follikeln und Gelbkörper und zu einem geringen Teil auch in den Nebennierenrinden produziert. Während der Schwangerschaft werden sie auch in der Plazenta gebildet. Östrogene fördern die Reifung einer  Eizelle.

P

Palpation:
Untersuchung durch Betasten.

PAP-Abstrich:
Zellabstrich vom Gebärmutterhals / Portio zur Krebsfrüherkennung. Färbung der Zellen nach Papanicolaou

Parametrium:
Bindegewebsraum beidseits neben der Gebärmutter

Parovar(-ium):
Nebeneierstock, liegt unterhalb der Tube zwischen beiden Blättern des Bauchfells

PCOS:
Polyzystisches Ovarsyndrom. Aufgrund von hormonellen Störungen ausgelöste Krankheit, die bei geschlechtsreifen Frauen zu einer Reihe von Beschwerden führen kann. Häufigste hormonelle Störung bei Frauen und auch der häufigste Grund für Unfruchtbarkeit. Auslöser ist ein überhöhter Anteil an männlichen Hormonen im Körper, die Ursache ist jedoch noch nicht vollständig geklärt. Insulin-Resistenz, Adipositas sowie maskuline Körperbehaarung sind häufige Anzeichen für die Krankheit.

PE:
Probeexzision. Entnahme von Gewebe aus einem lebenden Organismus.

Pelvis:
Beckenraum

Pertubation:
Eileiterdurchblasung mit Gas oder Farbstofflösung zur Feststellung der Durchgängigkeit

Perineum:
Damm

Pessar:
Ring oder Würfel aus Gummi oder Kunststoff zur Stützung der Gebärmutter

Peritoneum:
Bauchfell. Auskleidung mit Epithel des Bauchraumes

Peritonitis:
Bauchfellentzündung

Perforation:
Durchbruch oder Durchstoßung eines Gewebes oder Organs

Pelviskopie:
Bauchhöhlenspiegelung

Pollakisurie:
Gehäuftes Wasserlassen

Portio:
Der in der Scheide hineinragende Teil des Gebärmutterhalses

Postmenopause:
Lebensabschnitt der Frau, der ein Jahr nach der Menopause (letzte Regel) beginnt.

Pruritus:
Juckreiz

Prolaps:
Vorfall

Progesteron:
Weibliches Geschlechtshormon (Gelbkörperhormon), welches vor allem im zweiten Teil des weiblichen Zyklus in den Eierstöcken produziert wird.

Proliferation:
Wachstum, z.B. der Gebärmutterschleimhaut

Pubarche:
Beginn des Wachstums der Schamhaare im Rahmen der Pubertät

Pubes:
Schamhaare

Polyp:
Schleimhautwucherung. Gebärmutterpolypen können Blutungen verursachen. Sie werden operativ entfernt und histologisch untersucht. Man unterscheidet zwischen Gebärmutterhals- und Gebärmutterhöhlepolypen.

Pyelitis=
Nierenbeckenentzündung

Pyo = Eiter

Q

Quadrantenresektion:Entfernung eines Teilstückes des Brustgewebes (s. Mamma-PE). Die Brust wird in vier Teile (Quadranten / Sektoren) aufgeteiltQuerschnitt (nach Pfannenstiel):Auch „Bikini-Schnitt“ genannt, Eröffnung der Bauchdeckenschichten an der SchamhaargrenzeRRadiatio:Strahlenbehandlung (mit ionisierenden Strahlen) eines bösartigen Prozesses oder dessen TochtergeschwülsteRadikal-Op.:Operative Entfernung von Gebärmutter und beiden Eierstöcken mit Lymphknoten entlang der Gefäße sowie des Blinddarmes und Anteile von Fettgewebe, das den Darm abdecktReizblase:Entsteht häufiger nach wiederkehrenden Harnblasenentzündungen. Gefühl, ständig für kleine Mengen Urin zur Toilette gehen zu müssen. Auch werden Schmerzen beim Wasserlassen empfundenRektoskopie:Spiegelung des Enddarmes mit einem dafür geeigneten optischen RohrRektozele:Vorwölbung des Enddarmes und der Scheidenhaut in die ScheideRectum:Mastdarm / EnddarmRektusdiastase:Auseinanderweichen der geraden, mittig im Unterbauch liegenden Muskulatur, z. B. im Rahmen einer SchwangerschaftRe-Laparotomie:siehe Laparotomie = Eröffnung des Bauches durch einem Unterbauchschnitt zum wiederholten MalRestharn:Nach dem Wasserlassen übrig gebliebener Urin in der Blase; kann durch Ultraschalluntersuchungen festgestellt werdenRetentionscysten:Cysten, die durch Sekretstau in Drüsen entstehenRetroflexio:Abknickung der Gebärmutter nach hinten zum Kreuzbein, anatomisch bei ca. 20 % der Frauen, bei 80 % der Frauen ist die Gebärmutter nach vorn zur Blase geneigt ( Anteflexio)Rezeptoren:In die Zellwand eingebaute Haftstellen, die unter Einwirkung von im Blut kreisenden Hormonen (s. dort) bestimmte Wirkungen in der Zelle auslösen, z. B. das Wachstum oder die Vermehrung der ZelleRH:= Releasing Hormone. Ein Vorhormon, welches die Ausschüttung eines anderen Hormons anregt (s. Hormone)SSacral / sakral:Zum / am KreuzbeinSactosalpinx:Mit Flüssigkeit gefüllte Eileiter ( meist nach Entzündungen)Salpingitis:Eileiter-EntzündungSalpinx:Eileiter , TubeSarcom / Sakrom:Vom Bindegewebe ausgehender bösartiger Prozeß / Gewächs / TumorSchambein:= os pubis; vorderer Knochen des knöchernen Beckenrings.Schamregion:s. VulvaSchamlippen:s. Labia maiora und minoraScheide = VaginaSchnellschnitt-Untersuchung:Schnelle Untersuchung des Pathologen nach einer Gewebeentnahme mit der Beurteilung, ob Gut- oder Bösartigkeit vorliegt.Schokoladencyste:Mit Blut (nach vorausgegangener Blutung) gefüllte „Blase“ im Eierstock bei Endometriose.Schwangerschaftstest bzw. HCG:HCG (humanes Choriongnonadotropin. Ein Hormon, das vom Mutterkuchen gebildet wird.Senologie:Lehre von den Erkrankungen der weiblichen BrustdrüseSenium = GreisenalterSentinel – Lymphknoten:Sog. Wächter-Lymphknoten, z.B. in der Achselhöhle beim BrustdrüsenkrebsSeptum:Trenn-, ScheidewandSerometra:Mit Flüssigkeit gefüllte GebärmutterhöhleSerum:Flüssiger Bestandteil des Blutes Sexualhormone = SexualsteroideSonografie:Gewebe- / Organdarstellung mit UltraschallSoor:HefepilzerkrankungSpätabort:Fehlgeburt nach der 16.Schwangerschaftswoche (SSW) bis zur 28. SSWSpeculum / Spekulum:Spiegel zur Darstellung z.B. der ScheideSperma:Männlicher SamenSpermiogramm:Analyse und Aufzeichnung des SpermasSphinkter:Schließmuskel z.B. der BlaseSpirale: siehe IUP /IUSSpotting:Schmierblutung aus der GebärmutterStaging:Bestimmung der Ausdehnung einer bösartigen Erkrankung durch Zusatzuntersuchungen (Röntgen, MRT, SzintigraphieSTD:Sexually transmitted diseases:= sexuell übertragbare KrankheitenSterilisation:Herbeiführung der Unfruchtbarkeit durch Unterbrechung der Samenleiter beim Mann oder der Eileiter bei der FrauSterilität:Unfruchtbarkeit, primäre oder sekundäreStieldrehung:Drehung eines  Gewebestiels (z.B. Eierstock, Myom) um die eigene Achse, so dass ein Blutstau mit Schmerzen bis zum Gewebsuntergang = Nekrose verursacht wirdStrahlentherapie = s. RadiatioStreß-Harninkontinenz:Unwillkürlicher Urinverlust bei Belastung (Husten, Niesen, Treppensteigen) / Grad I – IIISymphyse:Schambeinfuge aus KnorpelSyndrom (e) = BegleiterscheinungenSyphilis: Siehe LuesSchwangerschaftstest bzw. ß-HCG:HCG (humanes Choriongnonadotropin. Ein Hormon, das vom Mutterkuchen gebildet. Dieses wird im Rahmen eines Schwangerschaftstests im Urin oder Blut nachgewiesen.TTAM:Tamoxifen, Wirkstoff zur Behandlung von Brustkrebs, wenn der Hormonrezeptor positiv istTeratom:Angeborene Geschwulst, am Eierstock auch Dermoid genannt. Diese Geschwulst kann zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Lebens zu wachsen beginnen. Sie ist meistens gutartigTestosteron:Stärkstes natürliches männliches Hormon, welches für die Entwicklung des männlichen Individuums von großer Bedeutung ist. Thelarche:Die Entwicklung der weiblichen Brustwarze und Brustdrüse während der PubertätTherapie:griech. = therapeia: Pflege, HeilungBehandlung von Krankheiten, HeilverfahrenThrombose:Meistens in den Venen, selten in den Arterien vorkommende Blutpfropfbildung. Häufig entsteht eine Thrombose in den Beinvenen, oft in Folge längerer BettruheTNM-Klassifikation:Klassifikation für einen bösartigen Tumor:T = Tumor, meistens ist die Größe des Tumors gemeintN = regionäre LymphknotenM = Fernmetastasen, Absiedelung in anderen OrganenTotalprolaps:Vorfall der Gebärmutter und der ScheideTransfusion:Gabe einer Blutkonserve, meistens wird ein Konzentrat von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) gegebenTripper:Andere Bezeichnung für die Geschlechtskrankheit Gonorrhoe, kommt aus dem Norddeutschen: Drippen = Tropfen. Erreger: GonokokkenTube:Kurzform für Tuba uterina: EileiterTubargravidität:Schwangerschaft in einem Eileiter. Dies ist die häufigste Form einer Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (nicht lebensfähig)Tuboovarialabszess:Abszess im Bereich des Eierstocks und des Eileiters, ist meist mit starken Schmerzen verbunden. Der Abszess muss operativ entfernt werdenTumor:Geschwulst, die gutartig oder bösartig sein kannTumormarker:Substanzen, die qualitativ oder quantitativ gemessen werden können. Sie sind bei bösartigen Tumoren wichtig und können den Verlauf oder die Prognose der Erkrankung anzeigen. Meist werden sie regelmäßig im Rahmen einer Tumornachsorge bestimmtCA 12-5 für EierstockprozesseCA 15-3 für BrustdrüsenprozesseCEA: allgemeinUÜberlaufblase:Ständiges Harntröpfeln bei gefüllter Blase, die durch eine Harnabflussbehinderung nicht entleert werden kann. Z. B. bei einem Vorfall der Gebärmutter Überstimulationssyndrom:Krankheit, die im Rahmen einer Sterilitätsbehandlung auftreten kann. Durch vermehrte Gabe von Hormonen hervorgerufene Einzellreifung, die bei einer Überstimulierung zu einer Zystenbildung im Bereich der Eierstöcke führen kann. Patientinnen mit dieser Erkrankung müssen meistens stationär behandelt und überwacht werdenUlkus /Ulcus:Geschwür. Hier handelt es sich um eine Entzündung im Bereich von Schleimhäuten oder auch der Haut mit Substanzverlust im erkrankten BereichUreter:Harnleiter. Verbindung zwischen der Niere und der Blase. Der Ureter ist paarig angelegtUrethra:Harnröhre. Ausscheidungsweg der BlaseUrethrozystotonometrie:Diagnostisches Verfahren zur Ermittelung der Blasenkapazität unter gleichzeitiger Messung des Blasen- und Harnröhrendrucks. Die Untersuchung ist bei Harninkontinenzerkrankung zur Therapieplanung erforderlichUrge-Inkontinenz:engl.: urge = Drang. Häufiger Harndrang, der tagsüber und auch nachts auftreten kann. Der Drang kann nicht willkürlich unterdrückt werden, gelegentlich kann es auch zur Blasenentleerung kommen, bevor die Toilette erreicht wird. Dann spricht man von einer DranginkontinenzUrogenital:Den Harnbereich und die Geschlechtsorgane betreffendUS = Ultraschall:Untersuchung und Darstellen von Organen und / oder Gewebeabschnitten mittels unschädlicher UltraschallwellenUterus:GebärmutterUterus myomatosus:Muskelknoten, die in der Muskelschicht der Gebärmutter wachsen. Myome sind gutartig. Sie führen oft zu Blutungsstörungen, z. B. zu verstärkter Blutung oder auch zu unregelmäßiger Blutung. VVagina:Scheide (8 – 10 cm lang). Es handelt sich um einen dehnbaren muskulös-bindegewebigen Schlauch.Vaginalkarzinom:Selten bei Frauen im hohen Alter auftretender bösartiger Tumor im Bereich der Scheide. Vaginalspülung:ScheidenspülungVaginalpolyp:Gutartige Geschwulst im Bereich der Scheide.Virgo = JungfrauVaginismus:Scheidenkrampf. Die Ursache ist meistens psychogen. Vulva:lat.: äußere weibliche Geschlechtsteile, hierzu gehören auch die Schamlippen.Vulvitis:Entzündung der Vulva (siehe oben)WWechseljahre = KlimakteriumWindei:Abortivei, hier handelt es sich um eine Schwangerschaft ohne Embryonalanlage XYX – Chromosom  = Geschlechtschromosom. Beim Mann 1x in einer Zelle,                                                               bei der Frau 2x in einer Zelle vorhandenY – Chromosom =  Geschlechtschromosom.  Beim Mann 1x in einer Zelle,                                                                bei der Frau nicht in der Zelle vorhandenZZervix:lat.: Hals / GebärmutterhalsZyklus:Cyclus (Menstruationszyklus). Zeit vom ersten Tag der Regelblutung bis zum letzten Tag vor der nächsten Regelblutung. Der Zyklus dauert normalerweise 28 Tage. In der Mitte des Zyklus, ungefähr um den 14. Tag findet der Eisprung statt. In dieser Zeit ist die Frau befruchtungsfähig. Wenn das Ei  befruchtet wird, bleibt eine Periodenblutung ausSiehe auch Dys-, Hyper-, Hypo-, Poly-MenorrhoeZwischenblutung:Störung während des normalen Zyklus, hier tritt eine Zusatzblutung zwischen zwei Regelblutungen auf. Zyste:CysteZystoskopie:Harnblasenspiegelung. Endoskopische Untersuchung der Harnblase, die in der Regel ohne Narkose in örtlicher Betäubung durchgeführt wird. Hierbei besteht die Möglichkeit, eine Probe der Blasenschleimhaut (Biopsie) zu entnehmen. Zystozele:Senkung des Blasenbodens, oft vergesellschaftet mit einer Senkung der Scheidenwände. Zytogenetik:Forschung bezüglich Veränderung des genetischen Materials in den ZellenZytologie:Lehre vom Bau und den Funktionen der Zellen.Zytostatika:Medikamente (Substanzen), die die Zellteilung, z. B. vom Krebszellen verhindern oder erheblich verzögern. Auch bekannt unter „Chemotherapeutika“ (Behandlung bei Krebserkrankungen, s. dort).